Wünschen bedeutet Leiden,

... denn jeder Wunsch hat seine Quelle in einer Verletzung und damit in der Vergangenheit.

Glück beginnt dort, wo Wünsche aufhören.
Glück kann nur denjenigen besuchen, der seine Aufmerksamkeit nicht auf vergangene Verletzungen lenkt, sondern dorthin wo Glück bereits ist, dorthin wo er Wahrheit findet.
Jede Fixierung, jedes Wünschen ist nicht im Hier und Jetzt verankert, sondern in der Vergangenheit.
Mit jedem Wunsch trennt sich der Mensch mehr und mehr von der Wahrheit, vom jetztigen Moment.
Er möchte, dass sich etwas aus der Vergangenheit auf keinen Fall wiederholen soll (oder immer wieder ...). So projiziert er auf die Zukunft, was anders werden soll (oder er behalten will ...).
Damit ist er gefangen in seinen Verletzungen und damit in seiner Vergangenheit.
Die unerfüllten Wünsche verstärken die Trennung immer mehr und so wird das Leiden immer größer. Kommt die Erfüllung eines Wunsches immer näher, oder erfüllt sich sogar,
entsteht im selben Moment die Angst es wieder zu verlieren.
Es ist die Kontrolle, aus dem Bedürfnis heraus das Glück festzuhalten.
Damit bedeutet auch die Erfüllung der Wünsche weitere Trennung und Leiden.
Das Glücklichsein von einem Objekt abhängig zu machen, erzeugt Leiden.
Auch ein anderer Mensch wird so zum Objekt.
Erst, wenn der andere nicht mehr die Aufgabe hat, uns glücklich zu machen,
wenn der andere nicht mehr das Pedant ist, was uns zur eigenen Erfüllung fehlt,
können wir den anderen als den erkennen, der er in Wirklichkeit ist.
Eine wahrhaft Segen bringende Begegnung ist so möglich.
Erst durch die Erfahrung des Göttlichen in uns selbst, können wir die Vergangenheit loslassen und Glück erfahren.
In JEDEM Moment.
Dann erst erfahren wir die Gnade in der Begegnung mit anderen Menschen.
Dann erblüht eine Liebe, die für uns selbst und alle andere Menschen Heilung bedeutet.
Ein Mensch, der sich der Liebe des Göttlichen vollkommen überlässt, ist getragen von wahrer Liebe und erfährt den Segen wahrhaftiger Fülle.
Das Loslassen, das Aufgeben im Kampf, Schmerz zu vermeiden, braucht viel Stärke.
Dennoch; hat der Mensch einmal diesen Schritt gewagt, erfährt er, dass alle Krücken, an denen er sich vorher festgehalten hat, nur Strohhalme waren.
Dieser winzige Schritt hin zu Gott ist so schmerzhaft für den Menschen,
doch dieser Schmerz ist so gering im Vergleich zu dem Schmerz, den er Leben für Leben erfährt im vergeblichen Suchen nach Glück, in der Trennung, die er damit ständig erschafft.